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Austin Marathon - Ein Bericht

16/02/2016 03:49 by benni

13. Februar 2016, es war knapp 11 Uhr morgens als wir uns auf den Weg nach Austin, TX machten. Gute Laune und ein paar Laufschuhe waren eingepackt. Für diesen Marathon hatte ich mich nicht so hart vorbereitet wie für Berlin, dennoch waren die Einheiten gut und zahlreich. Mein Ziel war klar, wieder eine 2:XX laufen.



Wir kamen um knapp 14:30 in Austin an und mussten festellen, es war verdammt warm... Wir hatten gute 25° und es fühlte sich mitten im Februar wie Hochsommer an.



Nachdem im Hotel eingecheckt wurde (Radisson) freute ich mich kurz, denn die Startlinie war knappe 200 Meter entfernt. Dann ging es für uns Richtung Messe um die Unterlagen abzuholen.



Es gab anstelle einer Plastiktasche einen sehr coolen Rucksack und ein Laufshirt. Bei dem Preis musste auch was Gutes kommen.


Ohne Probleme und Schlangen habe ich mir noch flott ein paar Flyer eingesteckt und dann ging es auch schon weiter zum Abendessen :)



Nachdem Essen unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang am Fluss entlang - Austin ist schon ein schönes Fleckchen.



Dann hieß es, sich mental auf den Lauf vorzubereiten!


Um kurz vor 7 Uhr morgens ging es dann am 14.2 zum Start. Es war gottseidank nicht so warm wie am Vortag, aber der Wind machte mir zu dem Zeitpunkt schon etwas Sorgen. Um 2 Minuten vor 7 kam natürlich die US Hymne und es gab eine kostenlose Gänsehaut.

Der Lauf:
direkt nach dem Startschuss hing ich mich an die 2 3:00 Paceläufer. Diese waren erfahrene 100k Läufer die uns das gesamte Rennen mit Informationen versorgten. Wo kommt wann welcher Wasserstand, wann verringern wir unser Tempo und warum. War eine tolle Truppe mit der wir im 4:10er Schnitt unterwegs waren.

KM 0 - 13
Sie vergingen wie im Fluge. Der Wind war noch nicht zu stark und die Strecke halbwegs flach (man war noch fit genug um nichts zu merken). Obwohl deutlich weniger Zuschauer als z.B. in Berlin oder Hamburg waren, so machten diese paar Leute doch genauso Stimmung wie die tausenden Menschen in Deutschland. Es ging erst durch die Stadt, dann durch ein paar Wohngebiete nur um dann wieder in die Stadt zurückzulaufen.

KM 13 - 30
FUCK!!!!!! Das beschreibt diesen langen Abschnitt wohl am besten. Bis KM 30 ging es durchgängig bergauf und der Wind ballerte wie ein Schweinehund. Zuschauer waren immer noch gut dabei, es waren aber nicht mehr so viele und man bewegte sich nur noch durch Wohngebiete. Die Schritte wurden schwerer doch ich konnte noch mithalten. Es wurde weniger geredet und man merkte dass jeder sich konzentrieren musste.

KM 30 - 35
Es ging leicht bergab und es wurde losgepowert nur um dann wieder in 2 leichte Anstiege zu rennen. Bei 35 war das Rennen für mich gelaufen. Der Akku war alle - die Anstiege und Gefälle trieben mir das Laktat in die Beine und mein Magen krampfte. Ich gab den Pacern ein Dankeschön mit auf den Weg und musste meinen Schnitt auf 4:30 verringern.

KM 35 - 42
Der Magen tat weh und die Beine waren zu schwer um nochmal etwas zu reißen. Ich hatte mich damit abgefunden und genoss die letzten Meter die wieder in die Innenstadt von Austin zum Capitol hin führten. Leute schrien mich nach vorne und auf der vorletzten Geraden stand Xiaowen die nochmal schnell ein Foto knipste.



Nach 3 Stunden, 2 Minuten und 15 Sekunden kam ich glücklich ins Ziel. Ich hatte die erhoffte Zeit nicht geschafft aber dennoch empfand ich es in diesem Moment nicht als schlimm. Der Marathon hatte es einfach in sich!

Interessante Randinformationen die mir die Zielzeit noch schmackhafter machten:
1) Ich habe auf der vorletzten Geraden die 1. Frau überholt
2) Ich bin 36. von 3600 Läufern geworden!!
3) Der Sieger hatte eine 2:23 was den Schwierigkeitsgrad deutlich zeigt

Als Belohnung gab es eine schöne Medaille


Wieder zuhause gönne ich mir 1-2 Wochen Pause um dann wieder langsam einzusteigen. Für San Francisco (der nochmal härter ist) erhoffe ich mir eine ähnliche Zeit! :)

Hier nochmal der gesamte Lauf. Besonders das Höhenprofil ist zu empfehlen

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